1968 war Kjell Qvale, der in Kalifornien britische Autos importierte, an einem neuen Sportwagenprojekt interessiert, nachdem der populäre Austin Healey 3000, dessen Karosserie bei Jensen Motors in West Bromwich gefertigt wurde, eingestellt worden war. In diesem Zusammenhang übernahm er im April 1970 die Mehrheit an Jensen Motors, um sein Projekt voranzutreiben und den gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsprozess federführend zu übernehmen.

Abb.1: Ein Jensen Healey Mk. 1
Donals Healeys Design für einen möglichen Jensen Healey stand bereits im Bezug auf den Rahmen. Das Styling wie auch die Wahl des Motors hingegen waren noch weit von einer Fertigstellung entfernt. Während also die Designer daran arbeiteten ansprechende Linien zu finden, welche die angepeilten Fahrleistungen mit der geplanten Motorleistung erreichen konnten, suchten andere einen geeigneten Antrieb. Einheiten von Ford, BMW oder Saab wurden in Betracht gezogen, kamen aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage. Der Austausch zwischen Lotus und Jensen führte schließlich 1971 dazu, dass die Wahl auf ein Lotusaggregat fiel, das noch nicht in der Serie eingesetzt worden war. Vielen ist nicht bekannt, dass zeitweise auch ein Porschemotor diskutiert wurde.
Die Vereinbarung zwischen Jensen und Lotus sah keinerlei Garantiebedingungen vor, was ein riskanter Weg war, wie später angesichts der zahlreichen Garantiefälle deutlich wurde. Auch wegen der Motorprobleme wurden die frühen Modelle, heute als Mk.1 bekannt, bereits im August 1973 durch den überarbeiteten Mk.2 abgelöst. Dabei waren zu dieser Zeit die Probleme des Mk.1 weitgehend behoben. Aus heutiger Sicht sind es dennoch die Mk.2-Modelle mit ihrer aufwändigeren Innenausstattung und den 5-Gang-Getrieben, die eine höhere Nachfrage auf dem Markt klassischer Automobile erfahren.
Das auffälligste Merkmal des Mk.1 ist das spartanische Interieur, die anfangs noch in Wagenfarbe lackierte eingesetzte Scheinwerfereinheit, flachere Stoßfänger sowie weniger Gummistoßleisten. Insgesamt wurden 3357 Jensen-Healey Mk.1 hergestellt. In dieser Zahl sind auch 10 Prototypen enthalten. Da das Fahrzeug von vorneherein für den amerikanischen Markt konzipiert war, ist es nicht verwunderlich, dass mit 1818 Fahrzeugen weit mehr als die Hälfte in die USA gelangte. Für die Verhältnisse von Jensen war der Healey damit bereits ein Massenprodukt. Anders als beim Interceptor sind daher auch nicht die Detailunterschiede zu finden. Doch auch der Healey erhielt eine fortlaufende Entwicklung. Zu den Änderungen zählten eine neue Windschutzscheibe, andere Felgen sowie ein überarbeitetes Verdeck. Auch die Motoreinheit erhielt einige Modifikationen.
Es folgen weitere Informationen zum Healey Mk. 2. Bitte besuchen Sie diese Seite in einigen Wochen wieder.
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Der Text basiert auf einem englischen Text von Richard Calver (Jensen History). Herzlichen Dank.
Quellen der Bilder: Saltspring Antique and Classic Car Club
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